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0 km :: Der zweite Versuch

9. May 2004 — Zuletzt bearbeitet: 16. October 2006 | 1838x gelesen

Zum zweiten Mal eine Daytona – diesmal aber in schwarz…

Daytona von vorne Nachdem meine erste Daytona nur eine kurze Liebe war und nach etlichen Rumgenerve mit der Versicherung, folgte Anfang Mai der zweite Streich in Sachen Daytona. Während der Wartezeit bis zur Auszahlung der Versicherungsgelder, habe ich mir einige andere Motorräder angeschaut. Aber die Entscheidung viel wieder auf Daytona, denn andere interessante Bikes sind entweder zu sportlich ausgerichtet oder einfach zu teuer. Und der Klang des Triples tut sein übriges…

Einen herzlichen Dank geht mal wieder an meinen Händler Q-Bike, der es mir ermöglichte ohne allzu großen finanziellen Verlust auf eine aktuelle Daytona aus dem Jahr 2004 umzusteigen. Und es wurde sogar die Sonderausgabe namens “Black Edition” – von dieser Daytona-Aufmachung sind nur wenige Motorräder in Deutschland verkauft worden. Im Unterschied zu den “normalen” Daytonas sind der Rahmen und die Felgen schwarz.

Es gibt aber noch einige andere Änderungen zum Vorjahresmodell, die die Liebe zur Modellpflege von Seiten Triumphs unter Beweis stellt. Die Änderungen liegen im Detail sind aber alle echte Verbesserungen. Die offensichtlichste Änderung ist die neue Verkleidung, die für eine bessere Aerodynamik sorgt. Ab Tempo 120 wird der Oberkörper – je nach Größe und Sitzposition – ab Brusthöhe sehr liniar angestromt. Das ist sehr angenehm, weil es keine Verwirbelungen, wie bei der alten Art der Verkleidung gibt und unterm Helm ist auch um einiges leiser geworden.

Auf Grund der neuen Verkleidung ist auch die Front eine ganz andere. Glücklicherweise hat Triumph sich entschieden, das “Aquarium” abzuschaffen. Diesen Beinamen gab man der alten Front der Jahrgänge 2002 und 2003, weil die durchgängige Front etwas überdimensioniert und viel zu japanisch wirkte. Durch den neuen Steg in der Mitte strahlt die Lady nun wieder aus zwei Augen.Neben der rein optischen Veränderung wurde aber auch noch was für die Fahrsicherheit gemacht. Die Lichtausbeute der neuen Scheinwerferpartie ist grandios. So ein gutes Licht für nächtliche Fahrten hatte ich noch bei keinem Motorrad.

Im Stand habe ich mit einem BMW R1150GS-Fahrer einen kleinen und nicht repräsentiven Test gemacht: nachdem ich mein Licht angemacht habe, war von seinem Scheinwerferkegel jedenfalls nichts mehr zu sehen.

Licht
von rechts Die neue Verkleidung wirkt insgesamt runder und harmonischer – finde ich. Angenehm finde ich auch, dass die Beschriftung dezenter eingesetzt wird und von Überflüssigem befreit wurde. Der vordere Daytona-Schriftzug ist dem ursprünglichem der ersten Daytonas angeglichen. Und auf der nun flacheren Abdeckung steht auch nur noch ein frisches “955i”. Kein Hinweis mehr auf die Einspritzanlage mehr und auch der nervige Union-Jack mußte weichen.
Soziaabdeckung
Weitere Änderungen zeigen sinnvolle Details. Der Kupplungshebel wurde mit einer Sollbruchstelle versehen, damit bei einem Sturz nur ein kleiner Teil des Hebels abbrechen kann. Somit kann man auch bei einem Sturz auf die linke Seite – hoffentlich – weiter fahren. Allerdings hoffe ich, dass ich dieses Detail nie auf Funktionalität überprüfen muß.
Die neue Kupplung ist auch leichter zu bedienen.Bei soviel Modellpflege ist es schon fast schade, dass für die deutschen Modelle der Lichtschalter nur mit ein wenig Plastik überdeckt wird. Wie bei allen neuen Motorrädern ist es nicht mehr möglich das Licht auszuschalten. Leider brennt das Licht sobald der Zündschlüssel die Lady startbereit macht. Andere Hersteller haben das batterieschonender gelöst und das Licht geht erst an, wenn der Motor auch tatsächlich läuft.
Bremshebel original
Spiegel Spitzenmäßig sind die überarbeiteten Spiegel: endlich mal Spiegel auf einem sportlichen Bike, bei denen man nicht nur seinen eigenen Arm sieht. Die Sicht nach hinten ist wirklich sehr gut – kein Vergleich zum 2003 Modell.Überarbeitet wurde auch das Lenkkopflager, das bei älteren Modellen gerne mal vorschnell den Dienst versagte.
FußrasteNeu sind auch die Fussrasten, und zwar vorne und hinten. Da ich selten hinten sitze kann ich hier nur auf die schönere rundere Form hinweisen.Vorne hat sich aber jede Menge getan: der Fußabweiser wirkt verspielter und massiver, die Rasten selbst sind nun an einem leicht gebogen Halter angebracht und sitzt insgesamt ein wenig höher. Dafür hat die Raste nun einen Angstnippel bekommen. SoziafussrasteDie Veränderung der vorderen Fußrastenanlage ist nicht nur schön anzusehen, sie sorgt auch für entspannteres Fahren – obwohl sie höher angebracht ist. Jedenfalls komme selbst ich mit meinen zarten 195 Zentimetern und dabei über einem Meter Bein sehr gut mit der Sitzposition zurecht.
Bei den 2004 Modellen wird das Ziffernblatt des Drehzahlmessers schwarz hinterlegt. Dadurch werden die Anzeigen bei Nachtfahrten sehr dezent in einem bläulich-grünlichem Ton gut lesbar angestrahlt.Mir persönlich hätte es allerdings besser gefallen, wenn die Einteilung in Dreierschritten stattgefunden hätte – aber das ist nur eine alte Liebe von mir…

Sicherlich gibt es noch andere Änderungen zwischen den Modellen (z.B. Tankschnellkupplungen), aber dafür reicht mein technisches Verständnis nicht aus.

Uhr

Die technischen Daten der Daytona sind übrigens gleich geblieben und können hier nachgelesen werden. Nun befinde ich mich ein zweites Mal im etwas mühsamen Einfahrmodus. Jedenfalls bin ich froh, dass meine moppedlose Zeit doch recht schnell wieder vorbei war. Mit so einer schönen Lady durch die Strassen zu fahren macht jede Menge Spaß. Diesmal sollte die Liebe etwas länger halten – ich habe jedenfalls einiges dafür getan, dass das so bleibt.

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Kategorie: Triumph Daytona

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