Yamaha XT :: Die ersten 1000 Kilometer
19. January 2005 — Zuletzt bearbeitet: 24. November 2006 | 2505x gelesen
Jetzt habe ich die XT seit einem Monat in Betrieb und bin schon 1000 km mit ihr gekommen. Nach etlichen Wartungsarbeiten werden es wohl auch noch einige mehr werden. Besonders im Gelände zeigt die rüstige Dame was sie kann!
Nachdem ich schon vor der eigentlichen Inbetriebnahme einige Stunden in die XT gesteckt habe, nutze ich meinen Urlaub zwischen den Jahren für weitere Arbeiten immer mit dem Ziel, dass die Gute noch zuverlässiger wird.
Am wichtigsten war dabei natürlich ein Ölwechsel. Die alte Suppe raus – keine Ahnung, wie lange die da drin war – und gutes vollsynthetisches Schmiermittel rein. Es war mein erster Ölwechsel, aber dank den guten Anleitungen aus dem Reperaturhandbuch und auf Andis Webseite war alles überhaupt kein Problem. In die 43F passen übrigens etwas über 2,4Liter Öl.
Seit dem Ölwechsel ist Madame auch wesentlich drehfreudiger bis in den oberen Bereich.
Der nächste Wechsel betraf notwendigerweise die Batterie. In der alten war kaum noch Flüssigkeit und von innen schimmerte so ein grünlicher Belag nach außen.
Da der Tank gerne passend zu den Vibrationen in der Halterung zwitschert, habe ich auch eine abenteuerliche Konstruktion gebastelt, um den unangenehmen Lärmpegel zu senken. Natürlich nur, damit die angenehmen Geräusche besser zur Geltung kommen
Überrascht bin ich auch über die Qualität des Enduro 2 von Metzeler. Obwohl nun wirklich nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik macht der Reifen auf der XT in allen Lebenslagen eine gute Figur. Dabei ist es sicherlich hilfreich, dass meine Maschine auf 34PS gedrosselt ist. Allerdings war es heute kalt genug, um den Hinterreifen beim Beschleunigen im zweiten Gang zum Durchdrehen zu bekommen. Ein Grund zur Beschwerde ist das aber wirklich nicht.
Das mit dem Anspringen klappt mittlerweile auch recht problemlos. Einmal ist es mir sogar passiert, dass die Gute gleich beim ersten Kick ansprang. Und das natürlich ausgerechnet als der komplette Nordlichter Stammtisch (fast ausschließlich BMW-Fahrer) neugierig aus dem Kneipenfenster starrte. Ich habe mich natürlich nur innerlich gefreut und die alte Lady braucht wohl die Bühne und Publikum, um zur Hochform aufzulaufen.
Jedenfalls erkundige ich nun die vielen Feld- und Waldwege in meiner näheren Umgebung. Und bei den winterlichen Temperaturen stören auch keine Wanderer. Auf den sandigen Pisten zeigt die XT jedenfalls aus welchem Holz sie geschnitzt ist. Die Unebenheiten des Bodens werden durch das weiche Fahrwerk fast weggedämpft und das Fahren fällt wirklich leicht. Das Drehmoment reicht auch völlig aus, um auch noch aus tiefen lehmigen Boden problemlos rauszukommen.
Meine Klamotten brauchen allerdings hinterher immer eine Spülung. Egal, Hauptsache ich habe Spaß!
Wen auch das interessiert: der Verbrauch der XT liegt bei zarten 5,4l, die mich ziemlich genau 170km weit bringen, bevor ich den Benzinhahn auf Reserve drehen muß.
Fazit nach den ersten 1000km: der Urvater des Funbikes ist die XT!



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