Juli :: 29. Kalenderwoche
24. July 2006 | 1322x gelesen
Nahostkonflikt hält weiter an; Seebeben und Tsunami in Indonesien; Wetter in Deutschland; Tour de France gewinnt Floyd Landis
Der seit 12. Juli anhaltende Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah verschärft sich weiter. Der Süden Libanons ist stark zerstört. Viele Länder haben ihre Bürger evakuiert, tausende flüchten über den Seeweg nach Zypern. Die Weltmächte halten sich bei dem Versuch einer Konfliktlösung sehr stark zurück, erst Donnerstag kommt Bewegung als Israel Deutschland um Hilfe bittet.
Am Wochenende beginnt Israel mit einer Bodenoffensive in den Libanon
Am Montag nachmittag um 15:20 Uhr Ortszeit (10:20 Uhr MESZ) erschütterte ein starkes Erdbeben (ca. 6,8 bis 7,7 auf der Richterskala) in zehn Kilometern Tiefe im Indischen Ozean, zirka 360 Kilometer südlich von Jakarta, die indonesische Insel Java und löste gleichzeitig einen Tsunami aus. Das Pazifik Tsunami Warnzentrum gab eine Warnung für den Indischen Ozean heraus, die aber nicht rechtzeitig bei den betroffenen Gebieten ankam. Ca. 300 Menschen kamen durch den Tsunami ums Leben, knapp 30.000 Menschen wurden obdachlos.
Mit den Extremwerten von 1947 und 2003 – sogenannte “Jahrhundertsommer” – konnte die Hitze dieses Jahres bislang mithalten. Der Donnerstag war der bislang wärmste Tag dieses Jahres. Spitzenreiter war die Station Bernburg/Saale (84 m ü.NN) mit 38.9 °C, gefolgt von Holzdorf an der Elster (82 m ü.NN) mit 38.4 °C und dem niedersächsischen Fassberg (88 m ü.NN) mit 38.3 °C. Seit Tagen leiden Mensch und Natur unter der Hitze, insbesondere die sog. Schwüle kann das menschliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Schwüle charakterisiert die Behinderung der Fähigkeit des menschlichen Körpers, über Verdunstung (Schwitzen) Wärme an die Umgebung abzugeben.
Ein Nebeneffekt des langanhaltenden warmen Wetters sind die Energieprobleme, die zum einen durch erhöhten Bedarf (zum Beispiel wegen vieler stromfressenden Klimaanlagen) entsteht und zum anderen durch die stückweite Absenkung der Leistungserzeugung vieler Atomkraftanlagen, die wegen der Flußtemperaturen nicht mehr ordnungsgemäß gekühlt werden können.
Am Sonntag ging die 93. Tour de France zu Ende und zum achten Mal in Folge siegte ein Amerikaner. Nach der Suspendierung vieler Favoriten durch einen erneuten Dopingsskandal war zumindest die letzte Woche der Rundfahrt eine der ungewöhnlichsten und spannendsten seit Jahren. Bei den Bergetappen verlor der bisherige Träger das gelben Trikots an einem Tag fast 8 Minuten auf den neuen Gesamtführenden, um am nächsten Tag nach einer grandiosen 130 Kilometer Alleinfahrt bei sengender Hitze wieder unter die Top-3 zu fahren und sich beim Zeitfahren das gelbe Trikot zurück zu erobern. Gewinner wurde Floyd Landis, der seit drei Jahren nach einem Sturz eine stark lädierte Hüfte hat, die nun operiert wird und ihn im Zweifel läßt, ob er jemals wieder auf dem Fahrrad sitzen kann. Dritter der Tour wurde der Deutsche Andreas Klöden, der nach über 3650km keine anderthalb Minuten Rückstand auf Landis hatte. Die beste Mannschaft der Tour wurde das T-Mobile-Team, das mit einer besseren taktischen Leistung sicherlich Klöden zum Gesamtsieg hätte verhelfen können.



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