39.161km :: 2. Geburtstag
1. August 2006 — Zuletzt bearbeitet: 8. October 2007 | 3092x gelesen
Der ein oder andere hat sich vielleicht gewundert, dass es schon so lange keinen neuen Eintrag mehr über meine Daytona gab. Aber es gab einfach nichts zu erzählen – alles funktionierte reibungslos in den letzten 12 Monaten…
Im letzten Winter habe ich allerdings einige Dinge angefasst, die mir während der letzten Saison als kleinere Schwachpunkte aufgefallen sind. So hatte ich ja ein Problem mit der Lucas Radialpumpe und deswegen die langen Wintermonate für eine Garantieüberholung ab Werk genutzt. Als die Tage schon wieder länger wurden, kam die Pumpe aber nicht wieder. Offensichtlich hat Lucas bemerkt, dass mein Problem ein grundsätzliches ist und deswegen die Lieferung der grossen Pumpen vorübergehen eingestellt. Der Zufall wollte es, dass ich für einen guten Kurs im T5net eine 190er Magura erstehen konnte. Ein guter Kauf, denn die Lucaspumpe kam nach mehrmaligem Anmahnen trotzdem erst im Juni! Und die Magura hat nun fast 10.000km einen absolut gleichbleibenden Druckpunkt und auch beim Lausitzringevent nicht eine Sekunde eine Schwachstelle offenbart.
Bei meinem letztjährigen Urlaub mit Achim und Calle hatte ich bemerkt, dass das Originalfederbein gegenüber einem entsprechend eingestelltem Wilbers-Federbein einige Nachteile hat. Zu oft fuhren die Beiden mit Wilbers vor mir in Kurven über Wellen und ich konnte sehen, dass bei den Beiden keine Reifen abheben – aber mein Popometer deutete mir deutliche Sprünge an. Einige Male hat es mich ganz schön versetzt – glücklicherweise nur hinten, aber ein gutes Gefühl vermittelt das nun wirklich nicht. Im Herbst konnte ich nun ein gebrauchtes Wilbersbein erstehen und da das mit fast 20.000km Laufleistung eh zur Revision mußte, nutzte ich die Gelegenheit und leistete mir auch gleich die Höhenverstellung. Gerade auf dem engen Heidberging hatte ich doch bemerkt, dass die Daytona von Haus aus doch etwas schwerfällig besonders in schnellen Wechselkurven ist. Das Einbauen ging in der Garage ganz gut. Allerdings hatte ich die Beschreibung der Höhenverstellung zunächst falsch verstanden. So muß man doch tatsächlich zur Verstellung die untere Befestigung des Federbeins demontieren. Ziemlich aufwändig, aber nach mehreren Fahrversuchen und damit einhergehenden Federbeinarbeiten bin ich mittlerweile sehr geübt in diesem Prozedere…
Gelohnt hat sich die Anschaffung auch, denn das Fahrverhalten und die Einstellmöglichkeiten sind wirklich ein Traum.
Natürlich hat die Heckhöherlegung zur Folge, dass mehr Druck auf die Vorderachse kommt und somit die Originalgabelfedern nicht im Stande sind dies zu bewerkstelligen. Hier kommt dann mal wieder meine Lieblingsfachwerkstatt für Fahrwerksverbesserungen ins Spiel. Härtere Federn, Überarbeitung der Gabelholme und perfekte Einstellung des Komplettsetups – voilá: mit wenig Druck auf den Tank kann fast ohne Losbrechmoment die komplette Lady gleichmässig in die Federn gedrückt werden. Ich hätte nie gedacht, dass so eine feine Arbeit an der Tona möglich ist. Dem Fahrverhalten war das natürlich sehr zuträglich und die erweiterte Einstellbandbreite des kompletten Fahrwerks konnte am Lausitzring so richtig ausgekostet werden. Das Gefühl für das Mopped ist nun ein ganz anderes und das trägt natürlich erheblich zur Fahrsicherheit und zum Fahrspaß bei.
Darüberhinaus wurden im Winter noch ein paar Kleinigkeiten für den Rennstreckeneinsatz geordert: Montageständer und Reifenwärmer. Die Reifenwärmer sind von team1000.de, die es hin und wieder in der Elektobucht günstig zu kaufen gibt. Bis jetzt habe ich sie 5 Renntage im Einsatz gehabt und keinerlei Probleme bemerken können. Die Schnürung ist zwar nicht optimal, aber gut genug, um auch die Reifenkante auf Temperatur zu bringen. Die Felgen könnten allerdings etwas mehr erwärmt werden, aber für den Preis sind die Wärmer wohl die besseren. Die Monateständer von move sind erste Sahne, stabil und leicht zu bedienen – auch von einer Person. Einziger Nachteil ist das hintere Rad, das für Slicks zu hoch baut und einen Einbau nur mit ohne Luft im Reifen möglich macht.
Außerdem habe ich mir einen Lappenzeiter zugelegt – nette Spielerei…
Erstmals in meinem Moppedleben habe ich auch echtes Geld für eine optische Gestaltung ausgegeben. Ein Heck in Carbonoptik ziert nun meine Lady. Gemacht wurde das in sehr fachmännischer Ausführung von der Grundt GmbH in Buchholz mittels Wassertransferdruck. Immerhin ist das so gleungen, dass der TüV-Prüfer mit die Betriebserlaubnis entziehen wollte, als ich zum Eintragen von Radialpumpe und Federbein bei ihm war. Ich mußte eine Viertelstunde mit ihm rum diskutieren, bis er mich vom Hof ließ. Gut, er muß wohl eine Tüte “wichtig” zum Frühstück gehabt haben, denn das das kein Echtcarbon ist, kann bei näherer Betrachtung schon erkannt werden.
Und dann habe ich mir hier noch Felgenrandaufkleber gekauft, die dank den Montageständern sehr leicht anzubringen waren.
Und so sieht meine Lady nun aus: 
Ach ja: zwei mal blieb die kleine Zicke dann doch unvermittelt mit leerer Batterie stehen. Ein elektronisches Problem, dass nun wirklich nicht auf den ersten Blick gelöst werden konnte. Dank des vorbildlichen Einsatzes meiner Lieblingswerkstatt kam es aber nur zur äußerst kurzen Standzeiten. Danke dafür!
Ansonsten bleiben dieses Jahr nur 10.000km mit viel Fahrspaß und sehr wenig Problemen…



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