August :: 33. Kalenderwoche
21. August 2006 — Zuletzt bearbeitet: 3. October 2006 | 1766x gelesen
Ärztestreik beendet; Situation im Libanon; Anschläge auf Züge: Festnahmen und Fehlalarm; Basketball-WM in Japan
Nach achtwöchigem Arbeitskampf konnte ein Tarifkompromiß zwischen Marburger Bund und kommunalen Arbeitgebern ausgehandelt werden, der den Ärzten einen zweistelligen Gehaltszuwachs und eingeschränkte Arbeitszeiten im Bereitschaftsdienst bringt. Die kommunalen Arbeitgeber sind mit dem Ergebnis unzufrieden und schliessen Personalabbau und Krankenhausschliessungen nicht aus. Auch eine Tarifflucht wird regional in Betracht gezogen.
Im Libanon rückt die libanesische Armee erstmals seit dem 6-Tage-Krieg 1967 in den zuletzt von der Hisbollah kontrollierten Süden ein. Damit wird ein Teil der UN-Resolution 1701 (pdf) umgesetzt. Die Entsendung von 15000 UNIFIL-Soldaten in die Region als ein anderer Teil der Resolution gestaltet sich äußerst schwierig, weil das UN-Mandat nicht klar genug definiert ist und es deswegen zu wenig Zusagen von UN-Mitgliedsstaaten zur Bereitstellung von Truppen gibt. Die Hisbollah lehnt trotz ihrer Zusage bei der Verabschiedung der Resolution ihre Entwaffnung ab, da noch nicht alle israelischen Soldaten aus der Region abgezogen sind. Am Wochenende fliegen israelische Kampfjets über Beirut, um – nach israelischen Angaben – unerlaubte Waffenlieferungen zur Hibollah in den Süden zu unterbinden. Nach widersprüchlichen Meldung soll es zu einem Feuergefecht gekommen sein.
Nachdem die Polizei Aufnahmen von überwachungskameras veröffentlicht hatte, konnte ein mutmaßlicher Täter der vor zwei Wochen in zwei Regionalzügen gefundenen Koffer mit Bombensätzen in Kiel gefasst werden. Nach einem Mittäter wird noch gefahndet.
Unterdessen mußte nach einer telefonischen Bombendrohung am Samstag der Hamburger Hauptbahnhof komplett geräumt werden. Nach zwei Stunden konnte der Reiseverkehr wieder normal aufgenommen werden, da sich die Drohung als Fehlalarm rausstellte. 77 Züge der Bundesbahn und der komplette S-Bahnverkehr war betroffen.
Am Samstag startete die Basketball-WM in Japan und das deutsche Team konnte das Auftaktmatch gegen das Gastgeberland genauso gewinnen, wie das zweite Spiel gegen Neuseeland. Favoriten in der Gruppe B sind allerdings die Spanier. Die ersten beiden Mannschaften der 6-er Gruppe kommen in die nächste Runde.



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