September :: 37. Kalenderwoche
21. September 2006 — Zuletzt bearbeitet: 2. October 2006 | 1583x gelesen
Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern; Papst provoziert Protest; Hockey-WM; Rassismus in deutschen Fußballstadien; Fußball-WM der Behinderten
Bei den Landtagswahlen am Sonntag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird die SPD jeweils stärkste Partei mit leicht über 30%. Nach den vorläufigen Ergebnissen setzt sich der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern wie folgt zusammen: SPD 23, CDU 22, Die Linke 13, FDP 7 und NPD 6. Letztere Partei gewinnt über 7% der Wählerstimmen!
Das Abgeordnetenhaus in Berlin setzt sich voraussichtlich wie folgt zusammen: SPD 53, CDU 37, Grüne und Die Linke jeweils 23, sowie FDP 13.
In einer Vorlesung zum Verhältnis von Gewalt und Religion an der Universität Regensburg am 12. September hat der Papst ein Zitat eines Kaisers aus dem 14. Jahrhundert verwendet, in dem dieser den Propheten Mohammed kritisiert hatte. Daraufhin stellten türkische Religionsführer die geplante Papst-Reise in die Türkei in Frage, die Muslimbruderschaft in Ägypten rief die islamische Welt zu Protesten auf, die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) sprach von einer "Verleumdungskampagne" und das pakistanische Parlament verabschiedete eine Resolution,in der die Bemerkungen des Papstes verurteilt werden – kurz: es regten sich die üblichen Verdächtigen auf, die auch schon für eine Eskalation des Karikaturenstreits Anfang des Jahres gesorgt haben.
Obwohl das Zitat der Papst-Vorlesung völlig aus dem Kontext gerissen wurde, hat sich Benedikt XVI in den Folgetagen mehrfach für das Mißverständnis entschuldigt.
Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft hat ihren Weltmeistertitel beim Tunier im eigenen Land verteidigt. Die Mannschaft bezwang wie schon 2002 die Australier nach 1:3 Rückstand noch mit 4:3.
Schiedsrichter Michael Weiner hat am Samstag im Derby zwischen Aachen und Mönchengladbach mit Spielabbruch gedroht, nachdem es diskriminierende Gesänge gegen den Gladbacher Doppeltorschützen Kahé gegeben hatte. Damit wurde erstmals eine neue Richtlinie des DFBs eingesetzt, die auf dem im März 2006 neugefassten Artikel 55 des FIFA Disziplinarreglements (PDF) fußt.
Im Finale der 4. INAS-FID Fussball WM 2006 der Menschen mit Behinderung setzte sich am Sonntag Saudi-Arabien mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen Favorit Niederlande durch und sicherte sich erstmals den WM-Titel. überragender Akteur war dabei Saudi-Arabiens Stürmer Kasser, der alle vier Tore erzielte und dafür sorgte, dass die Mannschaft zwei Mal einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte. Nach der regulären Spieldauer und der Verlängerung hatte es 4:4 gestanden.
Das deutsche Team sicherte sich im kleinen Finale gegen Südafrika wie die A-Nationalmannschaft bei der WM im eigenen Land den dritten Platz.
Für die Organisatoren des WM-Turniers in Deutschland war die Endrunde in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg. In den insgesamt 48 Partien in 41 Städten besuchten rund 280.000 Zuschauer die Spiele.



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