Projekt 220 erfolgreich umgesetzt
29. July 2007 — Zuletzt bearbeitet: 18. February 2008 | 2969x gelesen
Im Winter hatte ich mir von Achim ein schickes Rennkleid für meine Tona gekauft. Leider sind die Veränderungen zwischen alter (Achims Dicke) und neuer (sprich: meiner) Tona so gross, dass ein schneller Umbau vor einem Rennstreckentermin für meine 2 linken Hände nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, wie ich mir das erhofft hatte. Aber wofür sind schließlich Freunde da…
Irgendwann erwischt es wohl jeden. Vor zwei Jahren – als ich einen Haufen netter Leute kennenlernen durfte, die alle nicht mehr auf der Strasse, sondern nur noch auf der Rennstrecke fahren – konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass Motorrad fahren dann noch Spaß bereiten könnte. Im Laufe des Jahres bemerkte ich dann in mir eine Wandlung in meiner Einstellung zum Fahren und bei dem diesjährigen Schwarzwaldevent reifte ein Entschluss, der nun auch umgesetzt wurde: ich habe mein Motorrad abgemeldet!
Nun war es nur ein weiterer logischer Schritt meine Tona entsprechend rennstreckentauglich umzubauen. Natürlich ist es völliger Schwachsinn ein übergewichtiges und untermotorisiertes Zweirad für die Rennstrecke zu nutzen, aber erstens fühle ich mich auf der dicken Tona sehr wohl, zweitens hat man mit einem solchen Gefährt immer eine Ausrede für den Herbrennerbogen mehr und drittens habe ich einfach keinen Dukatenesel, der mir beim Kauf eines neuen Spontanejakulationsgerätes behilflich sein könnte.
So kam das nicht ganz passende Rennkleid doch zum Zuge. In den letzten Tagen hatte ich entsprechende Vorbereitungen getroffen: Heck gestrippt, automatisches Kettenschmiersystem abgebaut, Alarmanlage entfernt, Kanzel abgebaut, …
Gestern haben dann meine guten Freunde Calle und Achim an den Details Hand angelegt. Und sie waren wirklich großartig, denn beide hatten Werkzeug dabei, von dem ich gar nicht wusste, dass es existiert. Im Prinzip musste ich mich um nichts kümmern und konnte in Ruhe Öl und Bremsflüssigkeit wechseln.
Herausgekommen ist eine prächtige Daytona (Bild links bitte zur vergrößerten Ansicht einfach anklicken)!
Etwas ungewohnt mit ohne Licht und auch der Höcker ist im alten Design etwas hochbauend, aber alles passt und nichts wackelt. Und der Farbton “british-racing-green” hat auch was, besonders in Verbindung mit dem schwarzen Rahmen und Tank.
Die Jungs haben sich auch alle Mühe gegeben, um meinem Wunsch nach Gewichtsreduzierung zu entsprechen. So entstand dann auf der linken Seite das “Calle-Gerlach-Gedächtnisloch”, weil seine Aussparung für den Sturzpad etwas großzügig ausgefallen ist. Aber auch diese Bemühungen haben nichts geholfen: das vollgetankte Gewicht meiner Daytona beträgt runde 220 Kilogramm.
Nun ja, immerhin kann ich mich damit trösten, dass 18l Tankinhalt, 3,6l Motoröl und ca 5l Kühlflüssigkeit (in meinem Fall destiliertes Wasser) das Leergewicht auf deutlich unter 200kg senkt. Damit ist meine Tona im Leergewicht etwas schwerer als Calle’s R6 vollgetankt. Da nutzen dann auch die paar mehr Pferde unter meinem Hintern nichts…
Den gut gemeinten Vorschlag meiner Frau doch einfach ohne Sprit, Motoröl und Kühlflüssigkeit zu fahren, habe ich sofort als untauglich entlarvt.
Achim hatte dann schon den etwas besseren Vorschlag und hat einfach den Drehzahlmesser so modifiziert, dass ich immer im Auge habe, wo denn die Leistung meines Maschinchens liegt. Danke!
Bei abendlichen Bierchen haben wir dann noch lange über Calles verzweifelte Versuche gelacht, die Schuld am Gedächtnisloch auf Achim zu schieben. Auch hier hatte Achim wieder die beste Idee, was mit dem Loch anzufangen sei: einfach einen Aufkleber anbringen mit dem Text “hier könnte ihre Werbung stehen”
Das nächste Rennwochende kann kommen und ist ja auch schon nächstes Wochenende. Mal schauen, ob ich in Oschersleben die Veränderung an der Lady auch in kürzere Rundenzeiten umsetzen kann.

Ich finde den Umbau sehr gelungen und danke meinem “Schrauberteam” Achim und Calle auf das Allerherzlichste!



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Sunday, 29. July 2007
Moinsen Ihr Weight-Watcher,
netter Bericht, wie immer
Langsam fangen wir an uns zu fürchten. Wir hoffen, dass sich nochmal die Gelegenheit ergeben wird Euch im Gelände herzubrennen, auf dem Kringel wird es wohl in diesem Leben nichts mehr werden.
Volker + Hans+++
Thursday, 9. August 2007
Endlich eine vernüftige farbe,
understatement ist alles!
mit den zeiten; “da geht noch was”
cu
alun