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Weder Pokal noch Hospital

21. August 2007 | 3559x gelesen

Eigentlich sollte dieser Bericht "Radarfallen vs. Nutten 378:326" lauten, denn die Fahrt auf polnischer Seite über die 92 zu meinem ersten Besuch der Rennstrecke von Poznan hätte schon genügend Material für diesen Bericht geboten. Gerne hätte ich hier erörtert, warum Nightclubs einen 24-Stunden-Service anbieten oder ob der Clubname “Alibi” Rückschlüsse auf die schauspielerischen Künste der Damen des Etablissements zulässt oder warum in waldigen Parkbuchten entweder Pilze oder Nutten angeboten werden, aber niemals beides gleichzeitig. Beeindruckend war auch die famose Anzahl weithin gut sichtbarer Radarfallen, die auch bei erlaubtem Tempo 50 mit durchfahrenem Tempo 70 nicht auslösten. Aber es soll hier ja um Rennstreckenerfahrungen und nicht um männliche Triebe gehen – deswegen heißt der Blog auch aufzynden und nicht abblitzen…

Zirka fünfzehn Kilometer vor der polnischen Grenze traf ich mit Andi und Ulrike die ersten beiden Wagemutigen unseres Auftritts im Land der Diebe und Fallensteller – zumindest wurde uns im Vorfeld der Reise das polnische Volk so geschildert. Die beiden anderen Mitaufzyndlinge Silvy und Steph konnten aus beruflichen Gründen die Reise erst später antreten. Der Plan von Andi, Ulrike und mir war, gemeinsam und ohne Zwischenstopp direkt zur Rennstrecke zu fahren, denn bei Zwischenstopps würden polnische Wegelagerer gerne unbemerkt das Auto ausräumen. Da ich mit einem Mietwagen unterwegs war, sollte dies absolut vermieden werden. Also wurden unsere vollgepackten vierrädrigen Boliden vollgetankt, Andi übergab mir zur Unterwegslektüre den Streckenplan von Poznan und dann ging es los.

Der Streckenplan war ein tolles Teil, denn alle Kurvenradien waren angegeben und die exakte Länge des Kurses auch. Noch während der Fahrt auf den wenigen Autobahnkilometern auf deutscher Seite scannten meine Augen alle Daten und Informationen ab und übersetzten sie in ein perfektes Bewegungsprogramm für Gashand, Kupplungsfuss und meine Gewichtsverlagerungseinheiten – ich musste das Ablaufschema nur noch auf 1:40 Minuten einstellen und das Wochenende würde diabolischen Spaß bereiten.

Ich würde jäh aus meinem Traum geweckt, als ich in das teuflische Grinsen des Grenzers schaute, der nach den Wagenpapieren fragte – darauf war ich natürlich bestens vorbereitet – und dann den Satz nachschob “…und ganz wichtig den Mietvertrag!” Tja, der lag natürlich wohlbehalten in Hamburg, damit keiner der diebischen Polen mir den Wagen UND den Mietvertrag klauen konnte. Der Grenzer wollte allerdings anhand des Mietvertrags wissen, ob ich mit dem Wagen überhaupt einreisen dürfe. Nach kurzem Wortwechsel ließ sich der freundliche Zollbeamte davon überzeugen eigenständig bei der Mietwagenverleihfirmazentrale anzurufen und wegen der Einreisebestimmung nachzufragen. Ich musste solange meinen Wagen in einem abgesperrten Bereich parken. Nach wenigen Minuten kam der Zollbeamte offensichtlich enttäuscht wieder, übergab mir die Papiere und ließ mich fahren.

Der Plan mit der Nichtdurchführung von Zwischenstopps ging dann als Nächstes gründlich in die Hose. Während eines kilometerlangen Staus wartete ich ständig auf merkwürdige Aufbrechgeräusche aus dem hinteren Teil meines Mietwagens, zu allem Überfluß legte Andi kurz vor Poznan auch noch eine Pinkelpause ein und in Poznan verfuhren wir uns auf Grund mangelhafter Vorbereitung so gründlich, dass wir anhalten mussten. Hier kam es dann zu ersten Annäherungsversuchen mit diesen fremdländischen Gaunermenschen. Während Ulrike und ich die Wagen mit Argusaugen bewachten, gab Andi vor, unverschämt gut aussehende junge Mädchen nach dem Weg zu fragen. Dabei machte er merkwürdige Handbewegungen mit einer rohrähnlich geformten Hand. Die Mädchen erröteten und liefen verstört kichernd weg.

Irgendwann hielten wir an einer Tanke, “kauften” einen Stadtplan und liessen uns von einem freundlichen Einheimischen erklären, wo wir uns befänden und wie wir zu fahren hätten – nette Menschen, diese Polen…

Endlich angekommen fanden wir im Dickicht der Wohnwagen im Fahrerlager noch ein schönes Plätzchen. Silvy und Steph kamen kurz nach uns an und gemeinsam freuten wir uns auf den nächsten Morgen, der bei strahlend blauem Himmel mit einer obligatorischen Fahrerbesprechung anfing. Um 9:40 Uhr durften wir erstmals auf die Piste. Hier bemerkte ich dann, dass ein aufgezeichneter Streckenplan mit einer Fülle von Daten trotzdem nicht die wirklich wichtigen Informationen angab – zum Beispiel: wann gibt man in der langen Rechts nach Start-Ziel wieder Gas oder wohin schaue ich in der Waldschikane, wenn nicht auf die Leitplanken…

Trotzdem machte sich in unserem bescheidenen Fahrerlager schon nach dem ersten Turn Begeisterung breit. Nicht nur, dass die Strecke einen tollen Grip bietet, sie hat auch eine Kurvenauswahl erster Güte. Relativ leicht zu erlernen, aber um wirklich schnell um die Strecke zu kommen gibt es einige Passagen, in denen ein gut trainierter Darmverschluss besonders förderlich ist.
Ich ließ es wie immer etwas langsamer als Andi und Steph angehen, weil ich wohl ein Überlebensgen mehr als die beiden Heizer habe. Überhaupt klassifizierten wir die anwesenden Aufzünder in Menschlinge mit 3 Überlebensgenen für Zeiten über 2:20, zwei Überlebensgenen für Zeiten zwischen 2:00 und 2:19, ein Überlebensgen zwischen 1:45 und 2:00, sowie kein Überlebensgen für Zeiten unter 1:45.
Einige Turns später konnte ich glücklicherweise den Schalter für ein Überlebensgen bei mir finden und am Ende des Tages befanden wir uns in angenehmen drei-Sekunden-Abständen wieder: Andi 1:51, meine Wenigkeit mit 1:54 und Steph mit 1:57.
Mittlerweile hatten wir zwei äußerst nette Menschlinge aus Ratzeburg in unserer Nachbarschaft ausgemacht – wobei ich wirklich sagen muss, dass die Freundlichkeit und das Miteinander im Fahrerlager hervorragend war. Wo es ging half man sich gegenseitig.

Die beiden Ratzeburger erklären uns die Einteilung der Gruppen fürs Rennen und berichten über den Rookies Cup: jeder, der das erste Mal in Poznan ist darf dort mitfahren – es sei denn er ist schneller als 1:55. Tja, das hätte ich vorher wissen müssen, aber ich konnte nun wirklich nicht damit rechnen, mal zu schnell für eine Rennklasse zu sein… So werde ich in der 1000er Klasse mitfahren müssen und statt eines Pokals nach Hause zu bringen, mal wieder hoffen müssen nicht überrundet zu werden.

Leider musste Andi einen erneuten Tiefschlag mit seiner R6 vernehmen, denn beim Reifenwechsel bemerkte er einen Riss in der Hinterachse, der höchstwahrscheinlich noch ein Überbleibsel seines Sturzes von zwei Wochen in Oschersleben war. Trotz Vermittlungsversuche von anwesenden deutschsprachigen Polen war in Poznan auf die Schnelle keine entsprechende Achse aufzutreiben. So blieb ihm für Sonntag nur der “saure Apfel” namens 675 und ich witterte die Chance erstmals schneller als Andi zu fahren. Der hatte mit der 675 nämlich nicht nur gute Erfahrungen gemacht und durfte die Maschine seiner Frau nicht ein weiteres Mal hinrichten – solche gedanklichen Einschränkungen machen bekanntlich langsam und auf seiner R6 konnte er seine Zeiten nicht mehr verbessern…

Ich versuchte mir einen Trainingsvorteil zu erschleichen und schloß mich der Gruppe von Silvy, Steph und Rainer an – Rainer, einer der Ratzeburger, ist nämlich schon das achte Mal in Poznan. Zu viert erkundeten wir die Strecke zu Fuss und analysierten das Geläuf. Rainer gab dabei wertvolle Tipps. Zum Beispiel in der Waldschikane beim Überholen aussen über die Kurbs zu fahren, denn das wäre die schnellere Linie und Innen würde da nie jemand überholen – ein gefahrloses spätes Einlenken sei also möglich.

Manche Leute können schon nicht mal das ABCAm nächsten Morgen überlagerte ich im ersten Turn die Eindrücke des Fußmarschs mit den Wahrnehmungen in Realgeschwindigkeit. Im zweiten Turn versuchte ich die Erfahrungen auch umzusetzen. Sehr geil war das Gefühl, als ich Steph vor mir näher rankommen sah und wir Hinterrad an Vorderrad kurz vor der Waldschikane auf einen noch langsameren Fahrer aufliefen. Nun wußte ich ja was kommt: während der führende Fahrer nah an die weisse Begrenzungslinie fuhr, nahm Steph allen Mut zusammen und knallte über die Curbs – ich rollte gleichzeitig innen an beiden vorbei und war am Ende der Schikane der Führende. So macht überholen Spaß ;)

Ich fühlte mich immer wohler und probierte nun auch vorderradorientierter zu fahren. Das Fahrgefühl war einfach nur geil. Ich knalle auf der Start-Ziel-Geraden längs, nach der Kuppe knallte ich einen Gang runter, beim 100m Schild die Finger an die Bremse und in die lange Rechtskurve hineinbremsen, möglichst weit innen das Knie am Boden entlangschabend, mit Stützgas die Schräglage stabilisierend die Innencurbs beobachten, wenn die Curbs zu Ende sind Gas aufdrehen und sich raustragen lassen die komplette Streckenbreite ausnutzend über 150 auf der Uhr die folgende leichte Rechts-Links-Kombination als Gerade durchstechend, kurz vor dem 100m Schild stark bremsend und einen Gang runterschaltend die nachfolgende harte Links am rechten Ende des neuen Asphalts als Einlenkpunkt nehmend und mit viel Schwung und unter ausnutzen der aufgemalten Curbs auf die kurze Gerade beschleunigen. In die nächste Links spät einlenkend reinbremsen, möglichst weit links rauskommen, um möglichst viel Speed in den leichten Rechtsknick und eine weitere kurze Gerade mitzunehmen. Der Begrenzer jammert, aber zum Schalten bleibt zu wenig Zeit. Direkt nach einer weiteren Kuppe wartet nämliche eine Spitzkehre nach rechts und dann heißt es schnell wieder Geschwindigkeit aufbauen. Einer schnellen Links-Rechts-Kombination folgt eine kurze Gerade in der der Speed weiter erhöht wird. Auch hier sind die Curbs aufgemalt, können mitgenommen werden, der Arsch der Daytona schwänzelt ein wenig. Kurz nach der Bodenwelle in die sehr schnelle Rechts einbiegen, das Gas nicht lupfend das Knie Richtung linke Curbs geht es links bergab in die Waldschikane. Den dortigen Linksknick als Gerade fahren und in den Rechtsbogen äußerst spät einlenken, um nach dreiviertel der Kurve zwischen aufgerautem Asphalt und weißer Innenlinie zu sein. Gas, Gas, Gas, höher schalten, bei der Brücke den Zuschauern zuwinken, bei den weissen Reifenstapeln links am Wegesrand einen Gang runter und in die letzte Rechts reinhalten. Wieder möglichst lange weit innen fahren und beherzt am Gasgriff drehen. Schwupps sind die 4,083km vorbei und mein Lappenzeiter zeigt eine sehr niedrige 1:53. Nicht mal mehr zwei Sekunden bis Andi…

Ich erinnere mich an Andis Aussage nach dem er bei seinem Freund Eckenwetzer – der später das 600er Rennen mit einer Bestzeit von 1:43 mit weitem Abstand gewonnen hat – versuchte zu folgen. Der nimmt die schnelle Rechts zwischen Spitzkehre und Waldschikane mit über 200kmh. Ich bin an der Stelle gerade mal 150kmh schnell. Da muss also noch was zu machen sein. Die anderen Stellen des Kurses habe ich nach anderthalb Tagen recht gut drauf. Beim nächsten Turn würde ich nach der Spitzkehre versuchen mehr Speed aufzubauen.

Im folgenden Turn fahre ich mich zwei Runden mit gemütlichen 1:55er Runden ein als am Ende der Start-Ziel Andi neben mit mit der 675 auftaucht. Nix wie hinterher denke ich mir. Der Abstand bleibt bis zur Spitzkehre gleich und dann wollte ich ja eh mehr Gas geben.
Plötzlich kommt der Norddeutsche in mir hoch und ich lasse mich von einer Linkskurve überraschen. Ich könnte schwören, die war gestern noch nicht da. Jedenfalls denke ich laut “Nein” und treffe eine Entscheidung. Natürlich die Falsche und wenn ich mir im Nachhinein überlege, was ich bis zum Aufschlag tatsächlich alles gedacht habe, ist klar, dass ich die Links problemlos hätte durchfahren können. Aber irgendwas hinderte mich am Überdenken meiner Entscheidung. Jedenfalls dachte ich: “die Reifen pfeifen aber schön; die Reifenstapel stehen hier aber dicht an der Strecke; komme ich da vielleicht rechts noch dran vorbei; wohl eher nicht; das wird gleich ganz schön rummsen; wenn du mal stürzt, dann machst du es aber gleich richtig.” Ein lautes Knacken in der Nähe meiner Ohren unterbricht jäh meinen Gedankenstrom. Ein neuer Gedankenstrom beginnt mit den Worten “bitte kein HWS; keinen Bock auf Kopfschmerzen; es ist noch weit bis zu Hause; ich will in kein polnisches Krankenhaus”. Die Lady liegt atemlos neben mir. Ich stehe auf. Der Streckenposten steht neben mir und fragt mich in englisch, ob es mir gut geht. “Ja, klar!” Der Streckenposten fragt, ob ich weiterfahren möchte. “Dafür müsste ich die Lady aufheben und mal schauen, was sie davon hält.” Gemeinsam stellen wir die Lady auf ihre zwei Beine und ich schaue in ein völlig zertrümmertes Cockpit. Der Lappenzeiter baumelt leblos über dem Bremsflüssigkeitsbehälter, die Tachoeinheit ist völlig verdreckt und aus Fahrersicht nicht ablesbar, da nach rechts verdreht und an zwei der drei Befestigungspunkte rausgerissen, die Kanzel bietet nun etwas weniger Windschutz und der dazugehörige Halter ist stark verbogen. Sanft drücke ich den Anlasser und die Lady startet augenblicklich. Gute Nehmerqualitäten, die Kleine…

Daytona-Schuhe sind primaIch fahre in die Box mit argen Fussproblemen beim Schalten. In der Box begrüsst Steph mich mit den aufmunternden Worten “erst forderst Du mich zum Fahren auf und dann machst Du selbst eine Kaffeepause”. Ich beklage mich bitterlich, dass er mir keinen Kaffee vorbei gebracht hat.
Wir checken die Lady und mit etwas Wasser und Panzertape sind die Kampfspuren fast weggewischt. Mir ist klar, dass ich für mein persönliches Feng-Shui bald wieder fahren muss. Allerdings dröhnt mir der Kopf doch etwas und der linke Fuss schmerzt ernsthaft. Egal, da müssen jetzt Reifenwärmer drauf. Beim Aufbocken am Vorderrad durchfährt ein weiterer Schmerz meine linke Schulter. Ich kann den Vorderradständer nicht bedienen. Ich muss so schnell wie möglich auf die Strecke, bevor die Schmerzen noch schlimmer werden. Aber erst esse ich was und versuche zur Ruhe zu kommen. Ich humple zur einizgen Box der Strecke, denn dort steht die Startaufstellung: Platz 35 von 38 beim 1000er Rennen. Für den ersten Besuch ein respektables Ergebnis. Zwei Sekunden zu schnell für den Rookies Cup. Man stelle sich vor ich wäre nicht so gut unterwegs gewesen, ich hätte höchstwahrscheinlich tatsächlich beim Rookies Cup einen Pokal ergattern können…
Alles egal jetzt, ich will nur noch mal fahren.

Endlich kann ich wieder auf die Strecke. Ich nehme die lange Rechts, drehe nur bis 8000 Umdrehungen, um die geschundene Lady nicht zu sehr zu quälen, steuere auf die scharfe Links zu, bremse und merke viel zu spät, dass ich den lädierten linken Fuss nicht mit den Ballen auf die Raste bekomme – und mit der Ferse auf der Raste ist keine vernünftige Schräglage aufzubauen. Fast haut es mich wegen der mangelnden Schräglage wieder in die Rabatten, aber ich kann die Situation retten. Wenige Kurven später komme ich an die Unfallstelle. Ich schaue nur kurz auf den schwarzen Strich, den ich dort gezogen habe und komme problemlos rum. Ich gondele Richtung Waldschikane, die ein herzhaftes Umwerfen der Lady von Links nach Rechts erfordert. Die dabei auftretenden Schmerzen sind katastrophal. OK, nun weiß ich was mir alles weh tut. Aber es wäre doch geil mit den Schmerzen trotzdem noch eine vernünftige Zeit hinzulegen. Ich fahre noch weitere drei Runden. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Moppedfahren ist einfach eine tolle Sache. Nachdem der Laptimer eine 2:08 angezeigt hat, ist mir klar, dass mehr nicht möglich ist und ich fahre zurück zur Box.

Ich wechsle von Lederkombi in Jeans und schaffe es nur mit äußerster Mühe und zusammengebissenen Zähnen meinen linken Schuh anzuziehen. Wenn ich mir den Daytona-Schuh ansehe, müssen recht grosse Torsionskräfte auf den Fuss gewirkt haben. Ich versuche meine linke Schulter zu schonen, schütze meinen Kopf mit meinem australischen Känguruh-Hut vor der Sonne und versuche zusammenzupacken. An dieser Stelle mal sehr herzlichen Dank für die Hilfe meiner lieben Mitreisenden, die ja selbst genug um die Ohren hatten, aber immer sofort da waren. Steph hat dann die Moppeds verladen und Silvy mich mit kühlen Getränken versorgt. Von Andi gabs noch ein kühlendes Eis und dann fuhren wir zusammen wieder gen Heimat. Der schmerzende Fuss konnte glücklicherweise in einer bestimmten Stellung zum Kuppeln nutzen. Außerdem hatte er den Vorteil, dass man mit solchen Schmerzen nicht am Steuern einschlafen kann. Zwischenzeitlich versuchte ich die Zehen zu bewegen, aber das ging nicht. Ich machte mir grossen Sorgen, denn in nicht mal vier Wochen kommt in Oschersleben das grosse Event des Biketoberfests und da will ich auf jeden Fall dabei sein…

Zwischenzeitlich hatte ich meine Frau informiert, die mir nach der Ankunft um kurz vor 23 Uhr so stark geholfen hat, dass der Mietwagen nach einer halben Stunden aufgeräumt war. Alles rekordverdächtige Zeiten.
Nun wollte ich noch eine kurze Dusche nehmen und nur noch ins Bett. Das Duschen gestaltete sich an einem Punkt als unmöglich: meine liebe Frau hat mir dann die Füsse gewaschen…
Außerdem bemerkte ich nun noch zwei heftige Blutergüsse am Knie…
So schlecht ging es mir schon lange nicht mehr…

Die Untersuchungen beim Arzt ergaben heute, dass mein Fuss nur geprellt ist. Auch an der Schulter scheint nichts gebrochen zu sein, aber wegen der Bewegungseinschränkungen müssen noch ein Haarriss und auch überdehnte oder gar gerissene Sehnen untersucht werden. Deswegen komme ich morgen in die Röhre und nach der Kernspintomografie wird man weiter sehen…

Fazit: ein sehr geiles Wochenende mit äußerst netten Menschlingen. Poznan ist eine geile Strecke mit hohem Spaß- und Lernfaktor. Alle Befürchtung bezüglich irgendwelcher Diebstahlgeschichten waren völlig unbegründet. Und ich war – für meine Verhältnisse – recht gut unterwegs.
Und gute Schutzkleidung hilft beim Sekundenschlaf des Fahrers…

Hier noch der Link, um alle Bilder des Berichts als kleine Diashow zu sehen!

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Kategorie: Racingtime

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Ein Kommentar

  1. hi Stefan,

    soweit ich mich erinnern kann ist das dein erster Sturz auf der Strecke, viel Glück bei den weiteren Untersuchungen

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