Jugendwort 2008
11. December 2008 | 1840x gelesen
Nach dem “Wort des Jahres” und auch dem “Unwort des Jahres” gibt es nun erstmalig das “Jugendwort des Jahres”. Während aber zum Beispiel das “Wort des Jahres” von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) als unabhängiger Verein zur Pflege der deutschen Sprache gekürt wird, kann das “Jugendwort des Jahres” getrost als reiner Marketing-Gag des Langenscheidt-Verlags durchgehen, der auch gleich einen neuen “Duden für Jugendsprache” ankündigt.
Und was hat die neunköpfige Jury gewählt? “Gammelfleischparty”! Knaller!
Als Gammelfleischpartys werden unter Jugendlichen angeblich sogenannte Ü30-Partys betitelt. Aha. Nun will ich gar nicht wissen, wie die Masse der Adoleszenten Zusammenkünfte von über 40-jährigen bezeichnet. Und der Gammelfleischskandal ist dann vermutlich der Sexualkontakt zweier über 30-jährigen. Tse – ihr ungezogenen Gören, ihr kommt auch noch in das Alter…
Die Begründung der Jury ist allerdings der Oberknaller. So schreibt der Langenscheidt-Verlag doch tatsächlich für die Presse leicht zu verdauendes: “Der übersetzte Gegenstand, eine Party nur für Menschen über 30 Jahre, habe es verdient, dass sich über ihn lustig gemacht wird, besonders da die Ausgrenzung von Jugendlichen von Ü-30-Parties den Spott der Jugendlichen über diese Form des Fetentums geradezu provoziert.”
Ihr fühlt euch ausgegrenzt? Von Ü30-Partys? Also ehrlich! Erstens kenne ich nur deutlich unter 30-jährige, die es auf solche Partys zieht, da da angeblich noch Musik gespielt wird. Wer über 30 Jahre alt ist hat doch gar keinen Bock auf die Mucke, die er schon als Kind scheisse fand!
Wer über dreißig Jahre alt ist und gerne auf Ü30-Partys geht, leidet doch an fortgeschrittenem Alzheimer. Vermutlich durch zuviel Genuß von BSE-verseuchtem Rindfleisch. Äh… achso… na, dann stimmt’s ja doch.
Chapeau! Jugend!



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